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Gebet zum heiligen Antonius für verlorene Sachen

In vielen Familien ruft man den heiligen Antonius von Padua an, wenn etwas verschwunden ist. Schlüssel, Brille, Ehering. Hier steht der überlieferte Wortlaut und woher er kommt. Mehr nicht.

Der bekannteste Wortlaut

«Heiliger Antonius, der du die Gnade empfangen hast, Verlorenes wiederzufinden, hilf mir zu finden, was ich verloren habe.» Fast jede Familie kennt eine etwas andere Fassung. Gedruckt steht der Text selten. Er wandert im Sprechen weiter.

Das alte Responsorium

Der älteste Text ist das Responsorium «Si quaeris miracula», das Julian von Speyer im 13. Jahrhundert zugeschrieben wird. Die Zeile zum Verlorenen lautet «perdita res redditur», Verlorenes wird zurückgegeben.

Warum der heilige Antonius

Die Überlieferung erzählt von einem Psalter, der ihm gestohlen wurde und wieder auftauchte. Seit dem Mittelalter ist er deshalb der Heilige, den man bei Verlust anruft. Ein Volksbrauch, keine Lehre.

Wie man es spricht

Laut oder still, meistens mitten im Suchen. Manche zünden eine Kerze an. Viele hängen ein Gelübde an: Wenn es sich findet, geben sie etwas. Nötig ist nichts davon, und niemand garantiert ein Ergebnis.

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